Yogya, Borobudur und Prambanan
Den Tag haben wir dann damit zugebracht, durch Yogya zu laufen und uns Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Dazu zählen vor allem der Palast des Sultans, der Kraton und das dazugehörige Wasserschloss. Insgesamt gibt es allerdings nicht so viel zu sehen, außerdem schließen die meisten Attraktionen schon Mittags ihre Pforten. So hatten wir am Nachmittag genügend Zeit für Kaffee und rumgammeln. Und genügend Zeit zum Buchen unseres nächsten Ausflugs, einer Tour nach Borobudur und Prambanan. Positiv war der günstige Preis von 45.000 Rupiah (ca. 2,80 €), negativ erschien nur die unmenschliche Abfahrtszeit - 05:00 Uhr (morgens). Aber wir sollten belohnt werden...
Borobudur ist ein riesiger, wenn nicht gigantischer buddhistischer Tempel, der größte der Welt. Außerdem ist es ein Weltkulturerbe - und das zu Recht. Wir waren extrem früh da, noch vor der Öffnung der Kassen, um 05:45. Zwar reicht diese Uhrzeit nicht für den Sonnenaufgang aber immerhin waren wir die allerersten Touristen an diesem leicht bewölkten Tag - wir mussten sogar noch das Schiebetor auf dem Weg
aufschieben! Wir hatten also die Ehre, einen Blick auf Borobudur zu werfen bevor das gesamte Areal von Touristen überflutet war. Das Wetter hat auch mitgespielt, nur ein paar Regentropfen, die ohne größere Regenschirme zu ertragen waren. Anschließend im Hotel direkt nebenan noch schnell nen Kaffee getrunken, dann sind wir auch schon weiter. Denn auch wenn die Tempelanlagen schon seit Jahrhunderten stehen, irgendwie ist man doch immer in Eile...
Weil die Buddhisten und die Hinduisten ja doch irgendwie miteinander verwandt sind, liegen auch die entsprechenden Tempel auf Java nicht weit auseinander. Nur wenige dutzend Kilometer von Borobudur entfernt liegt Prambanan, eine der größten Tempelanlagen des Hinduismus, die sogar buddhistische Tempel enthält. Hier waren wir natürlich nicht mehr pünktlich zur Öffnung, aber trotzdem war es relativ leer. Prambanan besteht im Gegensatz zu Borobudur nicht aus einem massiven Gebäude sondern aus vielen, ehemals hunderten von Tempeln. Der höchste ist geschlagene 15 Meter höher als Borobudur! Leider werden die Tempel nur wieder aufgebaut, falls mindestens 75% der Steine Originale sind. Da dies bei den meisten Tempeln nicht mehr der Fall ist, stehen nur einige, wenige der ursprünglich über 250 Tempel heute
noch/wieder. Zusätzlich ist seit einem Erdbeben im Mai 2006 das Betreten der Tempel wegen Einsturzgefahr verboten, so dass wir uns mit Blicken von außen zufriedengeben mussten. Nichtsdestotrotz - beeindruckend!Unser Reisetag war dann also nachmittags irgendwann zu Ende, wir haben noch was gegessen und den restlichen Tag - wieder gechillt. Am Abend hieß es dann: Abschied nehmen. Katharina und Katharina sind in den Zug nach Jakarta gestiegen, um ihre Rundtour durch Süd-Ost-Asien anzutreten. Jakarta, Sumatra, Malaysia, Kambodscha, Vietnam, Laos, Thailand. Viel Programm für zwei Mädels und zwei Monate, aber zumindest bisher ist alles ganz gut verlaufen. Hoffen wir, dass es so bleibt.
Wo wir gerade beim Verabschieden sind: Gestern ist meine Etagen-Mitbewohnerin Birte
gen Heimat geflogen, heute sind Ina, Laura und Malte auf ihre Tour nach Singapur und weiter aufgebrochen. Es leert sich hier, in zwei Wochen bin ich fast alleine... Also schickt mir Mails und so! :-)
Oh, und Bilder von den letzten paar Wochen und Monaten werde ich auch bald mal hochladen, nur ist das mit dem Internet hier nicht soooo überragend schnell...

